Spielstätten

Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg

Adresse: im Schlosspark (in Sichtweite des Bahnhofs Brühl), 50321 Brühl

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Schloss Augustusburg, die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August aus dem Hause Wittelsbach (1700 – 1761), zählt als Meisterwerk des Rokoko zu den ersten bedeutenden Schöpfungen dieser Stilrichtung in Deutschland. Zusammen mit dem Jagdschloss Falkenlust und den Park- und Gartenanlagen, die die beiden Schlösser verbinden, ist hier der Gesamtkomplex einer kurfürstlichen Residenz jener Zeit in einer Vollständigkeit bewahrt, wie sie nur noch selten anzutreffen ist. Die UNESCO würdigte dies 1984 durch die Aufnahme der Brühler Schlösser in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit.

Bereits im 12. Jahrhundert besaßen die Erzbischöfe von Köln auf dem Gebiet der heutigen Schlossanlage ein Gut mit Wildpark. Im Jahr 1284 ließ Erzbischof Siegfried hier eine Wasserburg als Bollwerk gegen die Stadt Köln erbauen, die 1298 fertig gestellt wurde. Unter Erzbischof Walram wurde die Burg verstärkt. Sie überdauerte bis 1689, als sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen gesprengt wurde. Auf den Ruinen der mittelalterlichen Wasserburg ließ Erzbischof Clemens August schließlich Schloss Augustusburg erbauen. 1725 begannen die Arbeiten nach Plänen des westfälischen Architekten Johann Conrad Schlaun. Da der neue Bau auf die alten Fundamente gesetzt wurde, konnten die Fensterachsen der Seitenflügel – anders als in der Architektur des Barock üblich – nicht komplett symmetrisch aufgeteilt werden.

Ab 1728 erhielt Schloss Augustusburg unter dem bayerischen Hofbaumeister François de Cuvilliés seine Ausgestaltung als herausragende Residenz dieser Zeit. Bis zu seiner Vollendung 1768 wirkten hier namhafte Künstler von europäischem Ruf. Beispielhaft sei Balthasar Neumann genannt, der den Entwurf für das weltberühmte Prunktreppenhaus anfertigte, sowie Carlo Carlone, der die beeindruckenden Deckengemälde im Treppenhaus und im Gardensaal schuf.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss schwer beschädigt. Jedoch schon 1946 wurde damit begonnen, die alte Pracht wiederherzustellen. Von 1949 bis 1996 wurde Schloss Augustusburg als Repräsentationsschloss der Bundesregierung genutzt. Zahlreiche Empfänge des Bundespräsidenten für hochrangige Staatsgäste fanden hier statt. Heute sorgt das Land Nordrhein-Westfalen als Eigentümer dafür, dass in Brühl ein Schloss von Weltrang erhalten wird und zusammen mit Schloss Falkenlust als Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Aktuelle Informationen:
Fon +49(0)2232.44000
www.schlossbruehl.de

Saalplan

Erdgeschoss

Obergeschoss

  • Platzgruppe 1 
  • Platzgruppe 2 
  • Platzgruppe 3 
  • Platzgruppe 4 
  • Platzgruppe 5 
  • Platzgruppe 6 
St Maria Von Den Engeln

Schlosskirche

Adresse: Schloßstraße 2, 50321 Brühl

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Die Schlosskirche „St. Maria von den Engeln“ kann als eine der schönsten Kirchen Westdeutschlands aus der Barockzeit gelten. Die einschiffige Kirche ist äußerlich durch schlichte Spätgotik und einen einfachen Dachreiter gekennzeichnet. Im Inneren öffnet sich dem Betrachter die strahlende Pracht des Barock. Errichtet durch Kurfürst Hermann IV. von Hessen und geweiht am 8. Dezember 1493, diente St. Maria von den Engeln bis zur Säkularisation 1802 dem hier ansässigen Franziskanerorden als Klosterkirche. Sie ist der Gottesmutter Maria als Schutzpatronin anvertraut. Die hinzugefügte Bezeichnung „von den Engeln“ geht auf die Kirche St. Maria von den Engeln bei Assisi zurück, der Keimzelle des Franziskanerordens.

Unter Clemens August, Kurfürst von Köln aus dem Hause Wittelsbach, wurde die Kirche in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts umgestaltet. An den Chor wurde ein Oratorium angebaut und mit dem Schloss durch eine Orangerie verbunden. Aus einer schlichten gotischen Ordenskirche wurde eine prächtige Hof- und Schlosskirche im Stile des Rokoko. Sie erhielt ein kunstvolles schmiedeeisernes Gitter, das den Mönchsraum vom Laienraum trennt, zwei Seitenaltäre und eine Kanzel. Als Prunkstück entstand nach einem Entwurf von Balthasar Neumann ein doppelseitiger Hauptaltar, der wohl als prächtigster Baldachin-Altar im Rheinland angesehen werden kann. Er besteht aus zwei Hauptteilen, dem eigentlichen Altar und dem ihn bekrönenden Baldachin. Beide Teile sind aus Holz gefertigt, überzogen von farbigem Stuckmarmor und teilweise vergoldet. Der Altar hat eine vordere und ein hintere Mensa, so dass an ihm gleichzeitig zwei Messen gelesen werden konnten: vorne für die Mönche und das Volk, hinten für Clemens August und sein Gefolge, die das Geschehen vom Oratorium aus verfolgen konnten.

Einen prächtigen runden Spiegel in der Mitte des Altaraufbaus ziert in seinem Zentrum ein gleichseitiges Dreieck, das das Auge Gottes versinnbildlicht. Der Spiegel hatte auch eine ganz praktische Funktion: Er verdeckte eine (heute zugemauerte) Wandöffnung im oberen Oratorium. Durch einen Kippmechanismus konnte der Spiegel so verstellt werden, dass Kurfürst Clemens August von dort aus die am rückseitigen Altar gelesene Messe verfolgen konnte.

Mit der Säkularisation im Jahre 1802 gingen die Kirche und das Kloster der Franziskaner in das Eigentum des französischen Staates über. 1807 wurde die Kirche erneut der Gemeinde überlassen und wurde als Filialkirche der Pfarrei St. Margareta genutzt. Am 28. Dezember 1944 wurde sie von zwei Bomben getroffen und weitgehend zerstört. Ab 1949 begannen die Restaurierungsarbeiten, die mit der Wiedereröffnung am 8. Dezember 1953 und der Erhebung als Rektoratskirche einen ersten Höhepunkt erreichten. 1961 konnte am wieder entstandenen Hochaltar das erste Messopfer gefeiert werden. Den Abschluss der Restaurierungsarbeiten stellte die Wiederherstellung der ehemaligen Seitenaltäre im Jahr 1999 dar. In der Zwischenzeit, im Jahr 1958, war das Rektorat zur Pfarrei und St. Maria von den Engeln zur Pfarrkirche geworden. Heute erstrahlt die Kirche in ihrem alten Glanz und beeindruckt mit ihrer malerischen Raumwirkung wieder wie zu Clemens Augusts Zeiten.

St Margareta

St. Margareta

Adresse: Heinrich-Fetten-Platz 3, 50321 Brühl

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Die dreischiffige spätgotische Basilika wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut – als Ersatz für eine Kapelle, die zu klein geworden war; nachdem Brühl im Jahr 1274 eine eigenständige Pfarrei geworden war. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung durch u.a. das zweischiffige Querhaus. So stellt sich die Kirche im Wesentlichen auch heute noch dem Betrachter von außen dar. Im Inneren beeindrucken die klar gegliederte gotische Struktur und die helle Großräumigkeit. Die Ausstattung ist bemerkenswert: der hölzerne Ursulaschrein (um 1500), zwei Tafelbilder im Chorraum (um 1510), das Triumphkreuz im nördlichen Seitenschiff (1714), Kanzel und Orgelprospekt (um 1730) sowie der neugotische Hochaltar (Ende des 19. Jahrhunderts). Die modernen, leuchtenden und symbolstarken Fenster wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nach Entwürfen des Glasmalers Hermann Gottfried eingesetzt.

Saalplan

  • Platzgruppe 1 
  • Platzgruppe 2 
  • Platzgruppe 3 
  • Platzgruppe 4 
  • Platzgruppe 5 
  • Platzgruppe 6 
Christuskirche

Christuskirche

Adresse: Mayersweg, 50321 Brühl

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Die im Jahr 1888 eingeweihte, neugotische Christuskirche am Mayersweg in Brühl gilt als älteste evangelische Kirche zwischen Köln und Bonn. Bereits im Jahr 1834 war in Brühl der erste evangelische Gottesdienst gefeiert worden: ein Militärgottesdienst für die preußischen Soldaten, die aus allen Teilen des Staatsgebietes stammten. Danach kam alle drei Monate der evangelische Pfarrer mit der Postkutsche aus Köln nach Brühl zum Gottesdienst. Mit der zunehmenden Industrialisierung der Region kamen immer mehr evangelische Christinnen und Christen nach Brühl. Ein Raum in Schloss Augustusburg, der der Gemeinde zunächst als Kirchsaal diente, erwies sich auf Dauer als zu klein, weshalb am 2. September 1886 der Grundstein der Christuskirche gelegt wurde. Nach zweijähriger Bauzeit konnte sie am 21. September 1888 eingeweiht werden. Durch einen Bombenangriff am 4. März 1945 wurde die Kirche mit ihrem gesamten Inventar und den von Karl Leopold Melchior entworfenen Fenstern bis auf den ebenfalls schwer beschädigten Turm zerstört. Nach Kriegsende fanden die Gottesdienste zunächst in der Orangerie im Schloss statt. Mit großer Unterstützung durch die Gemeinde konnte die Kirche wieder aufgebaut und am 11. November 1951 wieder eingeweiht werden. Die Nachkriegsjahre erlaubten hinsichtlich der Baumaterialien zunächst nur die einfachste Ausführung. Anfang der sechziger Jahre wurde der Bildhauer Helmuth Uhrig mit der künstlerischen Gesamtkonzeption des weiteren Ausbaus beauftragt. In der Gesamtheit und Geschlossenheit biblisch-kirchlicher Darstellungen, zu denen die Glasfenster, Skulpturen aus Stein und Holz sowie die gewebten Antependien gehören, zählt die Christuskirche in Brühl zu den besten Beispielen ikonologischer Gestaltung der neueren Zeit im evangelischen Bereich.

Galerie Am Schloss

Galerie am Schloss

Adresse: Schloßssstraße 25, 50321 Brühl

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Kaiserbahnhof

Restaurant 1875 im Kaiserbahnhof

Adresse: Kierberger Straße 158, 50321 Brühl

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Aktuelle Informationen:
Fon +49.(0)2232.25581
www.kaiserbahnhof-bruehl.de

Schlosspark

Schlosspark

Adresse: Haupteingänge am Bahnhof, am Mayersweg und in der Schloßstraße, 50321 Brühl

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Die dem südlichen Seitenflügel des Schlosses vorgelagerte barocke Gartenanlage wurde ab 1728 von Dominique Girard nach französischem Vorbild geschaffen. Sie ist heute eine der authentischsten Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa und wurde zusammen mit den baulichen Anlagen bereits 1984 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Herzstück der Gartenanlage ist das große zweiteilige Broderieparterre mit runden und vierpassförmigen Fontänenbecken und anschließendem Spiegelweiher. Die wie Stickerei (frz. broderie) wirkenden filigranen Buchsornamente der Zierbeete sind mit rhythmisch bepflanzten Blumenrabatten eingefasst. Die das Parterre seitlich begrenzenden Lindenalleen leiten über zu dreieckförmigen Heckenquartieren, die ihrerseits mit Rundsälen, Brunnen und kleinen Salons gestaltet sind und schon im 18. Jh. intime Ausflugsziele waren. Sehenswert ist auch der so genannte ›Jardin Secret‹, (›Geheimer Garten‹), der sich unterhalb des Orangerie-Flügels befindet.

Ab 1842 gestaltete Peter Joseph Lenné für Friedrich Wilhelm IV. von Preußen den Brühler Park als englischen Landschaftsgarten, dessen Elemente heute noch den Waldbereich bestimmen. Hier beherrscht der malerische Wechsel von Baumpartien und Wiesenflächen die Grundstimmung. Unregelmäßig geschwungene Wege und kleine Bachläufe führen zu den Wasserflächen der beiden Inselweiher. Als technische Sensation der Zeit bezog Lenné auch die Eisenbahnstrecke der 1844 eröffneten Linie Köln-Bonn in die Gartengestaltung mit ein und führte sie über eine reich verzierte Eisenbrücke direkt durch den Bereich der Inselweiher.

Das barocke Parterre wurde in den Jahren 1933 bis 1937 auf der Grundlage des originalen Gartenplanes wiederhergestellt.